Sie leiden unter psychischen oder
psychosomatischen Beschwerden und wollen eine Psychotherapie machen?
Folgendes ist zu tun:
Wie
finde ich einen Therapeuten?
Sie können mit Ihrem Hausarzt sprechen oder einem Arzt Ihres Vertrauens, Sie können im Freundes- oder Bekanntenkreis nachfragen, und sich einen Psychotherapeuten empfehlen lassen. Im Internet finden Sie kassenzugelassene Psychotherapeuten z.B. über den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen www.psychotherapiesuche.de, oder auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein www.kvno.de. Informationen über freie Therapieplätze in Köln erhalten Sie bei der „Zentralen Informationsstelle für Psychotherapie“ der Kassenärztlichen Vereinigung, Tel. Nr. 0221 / 7763-217.
Muss
ich zuerst zu einem Arzt oder einer Beratungsstelle gehen?
Nein, Sie können auch direkt zum Therapeuten gehen.
Kann
ich direkt in die Sprechstunde gehen?
Nehmen Sie am besten telefonisch Kontakt auf, da Psychotherapeuten in der Regel keine offenen Sprechstunden haben. So erfahren Sie auch, ob dieser Therapeut z.Zt. einen freien Therapieplatz anbieten kann. Wenn kein Therapieplatz frei ist, besteht oft die Möglichkeit, auf eine Warteliste zu kommen.
Wer
trägt die Kosten?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Psychotherapie als Heilbehandlung bei kassenzugelassenen Therapeuten, das sind entweder ärztliche Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Die privaten Kassen übernehmen die Kosten in der Regel auch, das hängt jedoch von Ihrem individuellen Vertrag ab.
Wie
läuft das dann ab?
Es gibt zunächst ein Erstgespräch, in dem geklärt wird, worum es eigentlich geht. Der Therapeut kann sich ein erstes Bild von Ihnen und Ihrem Problem machen und Sie können sich ein erstes Bild vom Therapeuten und seiner Arbeitsweise machen. Es ist wichtig, dass Sie darauf achten, ob Sie sich eine gute Zusammenarbeit vorstellen können. Wenn das so ist, können sie mit dem Therapeuten in weiteren, sogenannten „probatorischen“ Stunden eine Problemklärung, eine Zielvorstellung und Perspektive für die Therapie entwickeln. Spätestens nach 5 Stunden müssen Sie mit dem Therapeuten zusammen bei Ihrer Kasse eine Psychotherapie beantragen. Bei einem psychologischen Psychotherapeuten brauchen Sie dafür auch ein Formular („Konsiliarbericht“), das Ihr Hausarzt oder ein anderer Arzt Ihres Vertrauens ausfüllt. Dabei geht es in erster Linie um Ihre körperliche Gesundheit.
Wie
lange dauert so eine Therapie?
Das hängt natürlich von der Problematik ab. Bei einer Verhaltenstherapie haben Sie in der Regel zunächst eine Therapiestunde (50 Minuten) in der Woche.
Bei einer Kurzzeittherapie werden von der Kasse 25 Sitzungen, bei einer Langzeittherapie bis zu 80 Sitzungen bezahlt.